Ein Schwein wird von Gütersloh Westfalen in einen kleinen Transporter verladen in dem es alleine zwischen zwei im Verladeraum verteilten Heuballen die mittels Fünflitereimern mit je 20 Litern Wasser übergossen und mit 30 Schippen Schlick bedeckt wurden stehen liegen oder um sich selbst kreisen kann …
… und nach Rumänien gefahren um dort von im Home-Office befindlichen Werkvertragsarbeitern fachgerecht getötet aufgebrochen und zerlegt zu werden

Dies läuft ab wie folgt: das Schwein wird die 1300 km lange Strecke mit halbstündigen Unterbrechungen bzw. Wohlfühlpausen im Zweistundentakt in denen das Schwein aus dem Transporter geführt und (im Übrigen ist all dies vertraglich festgehalten und wird per Bodycam des Fahrers aufgezeichnet und durch engmaschige Stichproben kontrolliert) auf einer Grünfläche (verpflichtend) laufen gelassen wobei wenn es dabei einschläft es vom Fahrer nicht geweckt werden darf und die Weiterfahrt somit erst gestattet ist wenn das Schwein ohne direkte äußere Einwirkung von selbst aus dem Schlaf erwacht … es …
… nach Cluj gefahren was also unter Anwendung des eben geschilderten Regelwerks die Nachtruhe und die Einnahme der Mahlzeiten des Fahrers eingerechnet in etwa sechs Tage dauert …
… und bei bester Laune und natürlich unversehrt bei einem ausschließlich für das Töten zuständigen im Home-Office befindlichen Werkvertragsarbeiter übergeben der das Tier in seine Obhut nimmt also in seinem Haus mit Garten (verpflichtend) aufnimmt verköstigt und für eine ausgiebige Ruhepause zur Erholung der Reisestrapazen eine Art überdachtes Bett im Garten zu sorgen hat nebst einem schlickbefüllten Tümpel der groß genug sein muss dass das Schwein seinem Gemüt entsprechend darin vollumfänglich seine Haut benetzen kann
Schließlich wenn das Schwein akklimatisiert ist (die Mindestdauer für die Erholungsphase beträgt sieben Stunden) kommt der Werkvertragsarbeiter mit einem Eimer Äpfel zum Ruhebereich des Schweines (unter den Werkvertragsarbeitern spaßeshalber auch Lounge genannt) und schüttet diesen aus und treibt dem Schwein während es glücklich Äpfel schnuckert mir nichts dir nichts einen Pflock ins Hirn

Das Schwein das auf der Stelle tot auf die Seite kippt wie ein von einer Windböe aus dem Gleichgewicht gebrachter Pappaufsteller wird sofort mit einem eigens für diesen Zweck in der Nähe befindlichen mobilen Kran auf ein extra dafür vorgesehenes Rollbrett gehievt das halbmotorisiert ist und es somit einer Person ermöglicht das mehrere hundert Kilo schwere Schwein alleine zu bewegen und auch alleine auf die Verladerampe zu heben und von dort selbstverständlich mit einer Sonnenschutzplane bedeckt in den vom Kühlaggregat abschließbaren Teil des Kleintransporters zu bringen
Die Fahrt die jetzt keine 20 Minuten dauert führt durch eine Reihe vorstadtähnlicher Siedlungen in die Ausläufer eines Gebirges das stark bewaldet ist hier wird das Schwein auf einem alten Gutshof mit Hilfe der Gutsherren einem Ehepaar Mitte 40 das ebenfalls als Werkvertragsarbeiterpärchen Teil der hier beschriebenen Wertschöpfungskette ist aus dem Auto entladen und in einen Raum einem Hybrid aus Lagerraum und Küche gebracht wo es auf einer silbernen OP-Tisch-ähnlichen Edelstahlbare abgelegt und umgehend aufgebrochen ausgeweidet und in Windeseile wieder verladen wird (dieser Zwischenhalt dauert keine 30 Minuten) und der Werkvertragsarbeiter jedoch der das Schwein getötet und danach zum Gutshof gebracht hatte nun mit dem jetzt schon zur Hälfte fertig weiterverarbeiteten Schwein tiefer in den Wald und damit höher ins Gebirge zu fahren betraut wird in einer der vielen Serpentinen von einem Wildschwein einem ausgewachsenen Eber gerammt und aufgrund der durch den Schreck des Fahrers verursachten Vollbremsung bei gleichzeitigem Umreißen des Steuers um 180 Grad gerät der Kleintransporter aus dem Gleichgewicht und kippt um wie zuvor das Schwein nachdem er ihm einen Pflock ins Hirn getrieben hatte …